Das WvS klimaneutral machen – der vierte Emissionsbericht

Während viele Politiker*innen und Wissenschaftler*innen nach einem Ausweg aus der Pandemie suchen und viele Menschen in den Nachrichten die Viruskrise verfolgen, wird die Klimakrise verschlafen. Der Klimawandel schläft aber nicht – und wir auch nicht!

2019 wurden in Deutschland 7,9 t CO₂ pro Kopf ausgestoßen. Das ist immer noch deutlich zu viel, um den Klimawandel aufzuhalten oder auch nur zu verlangsamen. Statt den Kopf in den Sand zu stecken, weil wir uns derzeit nicht in der Schule treffen können, haben wir ein großes Ziel angepeilt um aus einer Utopie Wirklichkeit werden zu lassen: Unsere Schule klimaneutral zu machen.

Durch das Projekt „Klimaneutrale Schule“ haben wir die Möglichkeit, unsere CO₂-Emissionen zu neutralisieren, indem mit unserer Hilfe an anderer Stelle der Welt die Emissionen reduziert werden können.

Dafür muss man natürlich erstmal wissen, wie groß unsere Emissionen überhaupt sind – darum wurde es Zeit für einen weiteren Emissionsbericht. Also beschäftigten wir uns im Home-Office in den letzten Wochen mit einigen wichtigen Zahlen: Den CO₂-Emissionen unserer Schule. Mit Hilfe der Lehrkräfte aus den Fachgruppen Erdkunde und Chemie und der Tutor*innen der Oberstufe fanden wir ziemlich genau heraus, wer wie zur Schule kommt und welche Wege dabei zurückgelegt werden. Zudem lieferten uns unser Hausmeister und die Pächterin der Cafeteria Informationen über unseren Energieverbrauch und den Essensverkauf. Mit all diesen Daten war es uns möglich unseren vierten und bisher genauesten Emissionsbericht zu erstellen. Welche teils erstaunlichen Erkenntnisse wir dabei erlangten, könnt Ihr euch hier ansehen:

Diesen stellten wir auf der online-Gesamtkonferenz am 08.12. der Schulöffentlichkeit vor. Unsere Ergebnisse wurden interessiert diskutiert und schließlich beschloss die Konferenz mit großer Mehrheit,  den CO₂-Ausstoß unserer Schule erstmalig zu kompensieren.

Das WvS wird klimaneutral!

Zu unserem Projekt „Klimaneutrale Schule“ halten wir euch weiterhin auf dem Laufenden.


Das Team der Klima-AG

Wenn die Erde ruhen darf..

Was passiert sobald die Erde eine Auszeit von der Wirtschaft bekommt ? Die Anfänge dieses Phänomens sehen nun Menschen auf der ganzen Welt. Durch großflächige Lockdowns aufgrund des Coronavirus, bekommt die Erde Zeit für eine Verschnaufpause und zeigt uns deutlich welche Belastung wir Menschen für sie darstellen.

Bildquelle: https://www.esa.int/ESA_Multimedia/Images/2020/03/NO2_concentrations_over_France

Die Verbesserung der Luftqualität, gerade in Industrieländern wie hier am Beispiel von Frankreich und den angrenzenden Ländern, ist nicht nur für Klimaschützer eine willkommene Wendung.

Und auch dass der Verkehr durch die Quarantäne stark vermindert ist, kann man in immer mehr Städten deutlich erkennen. Es tummeln sich dort nun immer mehr Tiere wie man in den folgenden Bilden sieht.

Bildquellen: https://youtu.be/cm7Py-PsXV4 https://twitter.com/ikaveri/status/1239660248207589383?s=20

Auch wenn wir momentan nicht aktiv zum Klimaschutz beitragen können, helfen wir am besten wenn wir schlicht und einfach Zuhause bleiben und unverzichtbare Wege zu Fuß oder mit dem Rad bewältigen.

Wir beim BundesUmweltWettbewerb!


Kurz vor den Ferien (am 14.06.) waren drei von uns ins IPN in Kiel eingeladen, um unser Projekt zum klimafreundlichen Einkaufen einer Fachjury vorzustellen.

Wir haben den Förderpreis mit nach Hause gebracht – sind also von 350 eingesendeten Projekten unter die TOP 5 gekommen! Das freut uns sehr – und gibt uns den Ansporn, weiterzumachen.

Weitere Bilder (und Downloads, unter anderem unsere Stickerbögen) gibt’s beim Klick auf das Foto.

PlastikPiraten 2.0

Auch in diesem Schulhalbjahr haben wir wieder an der Aktion PlastikPiraten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung teilgenommen. Hauptaufgabe war dabei, ein Gewässer in der Umgebung auf Plastikverschmutzung und natürlich mögliche Ursachen zu untersuchen. Dieses Mal fiel unsere Entscheidung auf die Radau, die, wenn man ihrem Verlauf ganz bis zum Ende folgt, in die Nordsee mündet – und damit möglicherweise zu den Massen an Meeresmüll beiträgt.
Der letzte Bach, den wir untersucht haben, hatte sich als überraschend sauber erwiesen! Damals hatten wir darauf geschlossen, dass Bad Harzburg noch relativ verantwortungsbewusst mit seinem Plastikmüll umgeht. Aber stimmt diese Annahme immer noch, wenn man die größeren Flüsse betrachtet?

Von dem Moment unserer Entscheidung an galt es, schnell zu planen.
Wir mussten die Fließgeschwindigkeit und das biologische Umfeld des Flusses bestimmen, mussten Müll am Flussufer sammeln und auszählen, ein Mikroplastiknetz aushängen, nach Treibgut Ausschau halten und Müllansammlungen in der Nähe suchen – und nebenbei auch noch alles fotografisch dokumentieren.
Anders als bei unserer letzten Teilnahme hatten wir dieses Mal allerdings nur zwei AG-Termine, um all diese Aufgaben zu bewältigen! Ein sehr straffer Zeitplan, der uns am 04. Mai trotz – oder gerade wegen – der niedergehenden Sintflut entschlossen zum Untersuchungsort aufbrechen ließ.
In Schlewecke angekommen, stellte sich unsere Ausrüstung, die von Regenmontur über Gummistiefel bis hin zu einer Wathose reichte, tatsächlich als angemessen heraus: Wir fanden reißende Strömung und steile, rutschige Abhänge!
In der zweiten Woche gerieten wir genau wie beim letzten Mal in Zeitdruck, was die Transektsuche nach Müll am Flussufer anging, wurden dann aber dank ein wenig Extraarbeit doch noch rechtzeitig fertig.

Hier einige Impressionen von unseren Gruppen bei der Arbeit:

Was war das Ergebnis unserer zweiten Suche? Tatsächlich fand sich dieses Mal Mikroplastik im Netz! Auch das Flussufer und die nähere Umgebung waren mal mehr, mal weniger verschmutzt – von der Böschung gelangte der Müll in den Fluss. Das bedeutet also: Die Verschmutzung der Weltmeere (hier: Der Nordsee) mit Mikroplastik beginnt tatsächlich schon direkt vor unserer Haustür, in Bad Harzburg. Das hat uns überrascht – und traurig gestimmt.

Den Tieren und Pflanzen in der Radau scheint diese Art der Verschmutzung übrigens verhältnismäßig wenig auszumachen – die biologische Gewässergüte liegt trotz der Plastikverschmutzung immer noch im Bereich I-II. Aber: Die gefundenen Insektenlarven sind auch schlicht zu klein, um sich an den Mikroplastikstücken verschlucken zu können… Bei Fischen dürfte das schon anders aussehen.

Leider haben wir genau das gefunden, wonach wir gesucht haben – der einzige größere Fluss in Bad Harzburg ist eine Plastikquelle für die Nordsee. Immerhin haben wir damit dem Bundesumweltministerium Daten zur Quelle von Plastik in den Weltmeeren geliefert, die hoffentlich weiterhelfen. Der Vergleich mit den Durchschnittswerten zeigt uns, dass die Radau immer noch ein vergleichsweise gering mit Plastik belastetes Gewässer ist. Trotzdem gilt leider: Das Meer beginnt hier.

 

Unsere erhobenen Daten im Vergleich mit allen anderen Teilnehmergruppen unter:
https://www.wissenschaftsjahr.de/2016-17/mitmachen/junge-wissenschaftsinteressierte/plastikpiraten.html